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Ätsch!

Seit Beginn der zivilen Nutzung der Atomenergie ist es immer wieder zu Zwischenfällen gekommen - nicht nur die bekannten Katastrophen wie in Tschernobyl, Tokaimura oder Three Mile Island, sondern auch kleinere Störfälle, die immer wieder auftreten und oft sogar von den Betreibern verschwiegen werden. Von der Atomkraft gehen viele Gefahren aus. Trotz der vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen genügt in vielen Situationen ein einziger Bedienungsfehler, um die Kontrolle über eine Anlage zu verlieren. Außerdem können viele Arten von Unfällen nicht vorhergesehen oder ihre Risiken nicht abgeschätzt werden. So ist beispielsweise in Biblis bereits ein harmloser Störfall aufgetreten, der laut einer Studie des Kraftwerkbetreibers einmal in 33 Millionen Jahren auftritt. Gemäß derselben Studie geschieht ein Super-GAU in Biblis einmal in 1,7 Millionen Jahren.

Ätsch will die Gefahren von Uranabbau, Atommülltransporten und -lagerung und Betrieb der mit der Atomkraft verbundenen Anlagen nicht weiter hinnehmen. Außerdem akzeptieren wir nicht, dass der Betrieb der deutschen Atomanlagen dazu dient, in Frankreich und Großbritannien waffenfähiges Plutonium und Atomwaffen zu produzieren. Die Politik hat auf diesem Gebiet versagt. Die Entwicklung der Grünen, die wesentlich auch aus der Antiatombewegung heraus entstanden sind, hat gezeigt, dass auf dem parlamentarischen Wege kein Ausstieg aus der Atomkraft möglich ist. Der sogenannte Atomkonsens regelt nur den gesicherten Fortbetrieb der vorhandenen Anlagen und gibt den Betrieberkonzernen dafür auch noch weitgehende Zugeständnisse.

Daher führt Ätsch direkte Aktionen gegen die Atomkraft durch. Die einzige Stelle, an der der Betrieb von Atomanlagen durch Aktionen wirkungsvoll zu behindern ist, sind aktuell eben Atomtransporte.

Ätsch lehnt jede Form von Gewalt ab. Wir führen nur Aktionen durch, bei denen niemand zu Schaden kommt und sorgen dafür, dass es während der Aktion nicht zu unübersichtlichen oder hektischen Situationen kommt.

Ätsch ist keine feste Gruppe. Es sind verschiedene Leute aus Heidelberg und Umgebung, die sich gezielt und kurzfristig für eine Aktion zusammenfinden und diese gemeinsam durchführen. Natürlich gab es auch personelle Überschneidungen zwischen den einzelnen Aktionen.